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Mittwoch, 4. Januar 2017, 13:30

Hallo aus Duisburg

HAllo zusammen,

meine Tochter (3,5) trägt nun seit 4 Wochen ein Hörgerät, voraussichtliche Diagnose ist leicht bis mittelschwer Schwerhörig. 40-60 % Hörvermögen soll sie wohl haben.


Seit ca 2 Jahren vermuten wir was, aber es wurde immer abgetan als late talker, stur usw.
Dann stellten sich nach Ärztewechseln heraus, dass Paukenergüsse ewig nicht erkannt wurden
Seit Januar 2016 dann Röhrchen und die Sprache floß. Leider immer noch nicht verständlich. Seit 7 Monaten nun Logopädie und dann im Herbst fing die Entwicklungsdiagnostik an und im November dann die Diagnose. Zumindest vorraussichtlich, da sie bei den Hörtests nie sehr kooperativ ist.

Leider wurde uns das nur zwischen Tür und Angel mitgeteilt, aber es gab trotzdem die Verordnung fürs Hörgerät. Die trägt sie nun seit 4 Wochen und die Sprache wird endlich mehr und deutlich! Und das Verhalten ist ruhiger und es ist entspannter und es ist so schön zu sehen das es ihr hilft!


Nun bin ich aber auf der Suche nach Infos und Selbsthilfegruppen und und und.

Googlen macht mich nur verrückt, die Möglichkeiten sind ja schon einige, was es nicht alles gibt.


Aber wo finde ich eine Beratungsstelle, die einen wirklich gut berät?
Sei es Thema Inklusion (muss sie ja oder nein) Frühförderung oder ähnliches im Kiga oder reicht normale Frühförderstelle aus usw.
Behindertenausweis nötig, ja oder nein?

Ihr seht ich bin auf der Suche nach so einigem.

Ich hoffe hier kann mir vielleicht in manchen Punkten geholfen werden :)

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Freitag, 6. Januar 2017, 13:32

Moin TamaraM,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum und Euch ein schönes neues Jahr ;-).

Toll, dass Eure Tochter nun neue Sinneseindrücke hat. Wenn Du hier im Forum die "Vorstellungen" liest, wirst Du sehen, dass das Nicht-Feststellen einer Hörschädigung leider allem Neugeborenen-Hörscreening zum Trotz immer noch (wenngleich auch seltener) vorkommt.

Gute Beratungsstellen findest Du immer in den Frühförderzentren der Förderschulen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem der Luisen-Leven-Schule in Krefeld-Hüls gemacht.

Viele Eurer Förder-Möglichkeiten hängen an der Feststellung des Förderbedarfs (sog. AOSF-Verfahren). Auch hier kann Euch die Frühförderstelle weiterhelfen.
Ob ein Schwerbehindertenausweis "sinnvoll" ist, läßt sich sehr leicht geantworten: Ja. Denn je nach Höhe des festgestellten Grades der Behinderung und der zugeschriebenen Merkmale (beides wird leider gerade bei Hörbehinderungen oft "falsch" gemacht) kann Euch das zusätzliche steuerliche Freibeträge und weitere Förderungen einbringen (mit "B" z.B. freie Mitfahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln und der Deutschen Bahn für den begleitenden Erwachsenen).

Leider hat unsere Landesregierung mit Ihrer Mehrheit das Schulrecht so geändert, dass Schülern mit Förderbedarf (dazu zählt auch Eure Tochter) neben den Förderschulen, sofern diese nicht bereits durch Schließung "weginkludiert" wurden, nur noch eine auf die "Schulen des gemeinsamen Lernens" beschränkte Schulwahl haben - das muss nicht "schlecht" sein, kann aber im Einzelfall dazu führen, dass sie auf eine andere Schule gehen MUSS, als Ihre Spielkameraden und Freunde. In NRW ist Inklusion ein "Einsparprogramm" - steht auch als Posten "Gewinne aus Inklusion" (!) so im Landeshaushalt - da kann ich nur mit dem Kopf schütteln ...

Ich hoffe, das hilft Euch schon ein wenig weiter.

Viele Grüße aus Moers,

Enno
Netzwerk für Eltern & Freunde
hörgeschädigter & gehörloser Kinder

Telefon: 02065/8296675
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Dienstag, 10. Januar 2017, 16:01

Hallo Enno,

danke für die Antwort. Ja das Neugeborenenscreening war schon sehr schwierig und wir mussten 3x nach Entlassung trotzdem auf die Wöchnerin Station, bis die Schwester ein Ergebnis hatte.
Wir wissen allerdings noch nicht, obs angeboren ist, oder durch verschleppte Mittelohrentzündungen und Paukenergüsse kam. Wir haben die Diagnose im SPZ zwischen Tür und Angel erfahren und da schon Theater gehabt, weil wir zuerst bis Januar warten sollten bis es die HGs gibt. Hallo Bürokratie :cursing:
Also da steht noch ein Termin an demnächst, wo wir hoffentlich auch mehr erfahren und mehr Beratung bekommen


Mit der Schule schockiert mich nun etwas, ich hoffe sehr, dass sie auf die normale Schule gehen kann, da sie ja "nur" leicht bis mittelschwerhörig" ist und bisher auch in einen normalen Kindergarten geht.
Deswegen ja eben die Frage ob der Behindertenausweis überhaupt sinnvoll ist oder ob man damit von vornerein "abgestempelt" wird


Danke für die Info mit der Schule in Krefeld, werde mich damit mal in Verbindung setzen, aber wie ich die LVR Seite verstanden habe, scheinen wir nach Essen zu müssen :rolleyes:
Jedenfalls werde ich mich da mal rumtelefonieren.




Wie ist denn die Beratungsstelle in Duisburg der Stadtselbst? Hat da jemand Erfahrung?




Gibts es hier regelmäßige Treffen aus dem Forum?

noxa

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4

Montag, 16. Januar 2017, 16:15

Hallo Tamara, Hilfe findest du auch hier: http://gehoerlosekinder.de/2015/01/04/eltern-beraten-eltern/
"Having a child is like wearing your heart outside for the rest of your life." Leigh Nash

großer Sohn *1993
kleiner Sohn *2007
kleinste Tochter *2011 (hochgradig schwerhörig mit HG rechts und CI links seit 2/14)

5

Mittwoch, 18. Januar 2017, 09:46

Moin Tamara,

Ihr "gehört" nach dem Schlüssel der Förderschulen zum Einzugsbereich der Förderschule in Essen, wenn Ihr rechtsrheinisch wohnt. Das heißt aber nicht, dass Ihr Euch nicht dort, wo Ihr das wollt Hilfe holen könnt, zumal die Beratung durch eine Beratungsstelle kostenfrei ist. - Torstens Tochter wurde zunächst in Krefeld und wird nun, da sie auf der weiterführenden Schule den Rhein überquert, durch die Förderschule in Essen betreut. Bisher habe ich noch nichts "negatives" gehört.

Treffen aus dem Forum heraus gab es in der Vergangenheit zunächst regelmäßig, dann seltener und inzwischen hat keiner mehr nachgefragt (man nennt so etwas wohl "einschlafen") - aber wir können das gern wieder machen, wenn denn Interesse besteht.

Euch alles Gute und viele Grüße,
Enno
Netzwerk für Eltern & Freunde
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