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Sonntag, 8. November 2015, 21:27

Hallo von Sophies Mama und Fragen

Hallo, meine Tochter ist jetzt 10 Jahre alt und seit ihrem dritten Lebensjahr wissen wir, dass sie links hochgradig und rechts an Taubheit grenzend Schwerhörig ist. Sie besucht zur Zeit in Bochum die Schule am Leithenhaus und wird kommendes Jahr auf die weiterführende Schule kommen.
Hier haben uns die Lehrer empfohlen, sie zur Förderschule in Dortmund zu schicken, da sie sehr leicht ablenkbar ist und immer wieder eingefangen werden müsse
( gedanklich ). Eigentlich möchten wir sie lieber hier in der Nähe einschulen, da sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch den Dortmunder Hauptbahnhof müßte. Aber da wir nicht wüssten, wo sie im GU hinkommt auch nicht einfach.
Laut unserer Ärztin bräuchte sie dringend ein Eas, da sie progredient ist. Zur Zeit aber nur bei 8 kHz so wie ich das sehe. Und das Wortverstehen im Störschall hat abgenommen. Wir sind diesbezüglich sehr unsicher. Sophie hat da Panik vor.
Was haltet ihr davon? Einen Hörtest habe ich angehängt.
Hat jemand Erfahrung mit dem Eas?

Außerdem habe ich eine Frage zur LBG. Sie würde das so gerne lernen, wird aber von der Schule da nicht unterstützt. Ich hoffe, dass das in Dortmund anders wird. Tommys Gebärdenwelt haben wir zuhause. Kurse finden hier in der Nähe nirgends statt.
Habt ihr da noch Ideen oder Adressen?

Liebe Grüße
Bianca
»bibi290573« hat folgendes Bild angehängt:
  • 20151108_210444.jpg

2

Montag, 9. November 2015, 15:39

Moin Bianca,

erst einmal: Herzlich Willkommen!

Ich kenne eine junge (inzwischen Ingenieurin), die einseitg mit einem EAS (MEDEL) und auf der anderen Seite mit einem Naida-CI versorgt ist und sehr gut zurecht kommt. Sie arbeitet inzwischen an der Uniklink in Würzburg in der HNO-Klinik und passt CIs an. Klar, dass Deine Tochter "Panik" vor einer Kopf-OP hat, der Zugewinn an Lebensqualität ist es aber sicher wert, sich eingehender damit zu befassen. Kennt Ihr denn Kinder mit CI/EAS?
Unser Sohn (bds. CI-versorgt) ist in der Oberstufe am RWB in Essen. Dort sind etliche Mitschüler, die die Förderschule in Dortmund besucht haben. An "Negatives" aus seinen Erzählungen erinnere ich mich nicht.

Wenn Ihr Euch unsicher seid bezüglich der Schule, vereinbart doch einfach mal einen "Probetag" in Dortmund. Dann kann sich Eure Tochter ein Bild von der Schule und dem Unterricht machen und Ihr dürft sicher auch mit dabei sein. Da es keinen GU (Gemeinsamen Unterricht), so wie Ihr ihn noch kennt, mehr gibt sondern nur noch das GL (Gemeinsames Lernen), was ähnlich klingt aber etwas ganz anderes ist, wird Eure Tochter bei festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf auf eine vom Schulamt festgelegte "Schule des gemeinsamene Lernens" geschickt werden - Wahlrechte bestehen (offiziell) nicht mehr, Deine Zweifel sind daher sicher nicht unberechtigt.

Zu LBG-Kursen kann ich Dir nichts schreiben. Vielleicht melden sich ja Eltern, die damit Erfahrungen haben oder einen Tipp für einen Kurs.

Alles Gute für Euch!

Lieben Gruß,
Enno

Ich hoffe, das hilft Dir/Euch ein weing weiter.
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Montag, 9. November 2015, 22:10

Hallo Enno, vielen Dank für Deine Antwort. Sophie hat in Ihrer Klasse nur CI und Hörgeräteträger. Trotzdem oder gerade darum diese Angst.
Würdest Du denn denken bei der Hörkurve ist das eas auf jeden Fall schon ratsam? Unser normaler Ohrenarzt hatte nämlich abgeraten. Aber er kannte das Eas auch noch garnicht.
Bei der Dortmunder Realschule stört uns eigentlich nur, dass unser kleines Mädchen allein durch den Dortmunder Hauptbahnhof gehen soll. Und sie muß fast 40 min warten, bis die Schule los geht. Die Gegend da sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Und dafür schon um 6.30 aus dem Haus.
Lg Bianca

4

Sonntag, 15. November 2015, 11:38

Moin Bianca,

mit "normalen" HNO-Ärzten haben wir und viele andere hier im Forum sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Die Bochumer Uni-Klinik macht sehr viele Implantationen und ist sicher eine gute Adresse, zu der ich Dir aus eigenen Erfahrungen aber nichts sagen kann. Etwas weiter von Euch aus, aber aus unseren Erfahrungen sehr gut ist die Uni-Klinik in Düsseldorf. Dort wird zunächst geguckt, was jetzt "gekonnt" wird und nicht pauschal zu einer Implantation geraten (obwohl es der Klinik ja auch eine Menge "Umsatz" bringt). Unser Sohn wird dort angepasst und auch nach einigen Malen der Teilnahme an Workshops und Hörzentrums-Festen/-Treffen, bestätigt sich unser Eindruck. Das sog. "Deutsche Hörzentrum" in Hannover kann ich aus eigenen Erfahrungen nicht bewerten, weiss aber dass es nicht wenige unzufriedene Eltern/Kinder mit der dortigen Anpassung und Rehabilitation gibt (man sei dort "eine Nummer", wurde uns immer wieder berichtet). Von ganz zentraler Bedeutung für das Hören-Verstehen ist die Anpassung der Geräte, was dort nicht eingestellt ist, kann nicht gehört und verstanden werden - das muss Euch immer klar sein. Ein EAS anzupassen ist besonders anspruchsvoll, da ja neben den Hochtönen im CI-Bereich das Tieftongehör im Hörgeräte-Bereich angepasst und beides aufeinander abgestimmt werden muss. Hier ist eine Anpassung nach "Aufblähkurve", wie (leider meist) bei Hörgeräten üblich, praktisch unmöglich. Achtet daher bei der Beratung auch darauf, ob in diesem Bereich Erfahrungen vorhanden sind.

Wichtig ist, dass Ihr, in jedem Fall eine implantierende Uni-Klink aufsuchen solltet, um eine kompetente Ansicht/Auskunft zu erhalten. Am Wichtigsten aber ist, dass Ihr auf die anschließenden Rehabilitationsangebote achtet, denn diese sind entscheidend für die Anbahnung des Hör- und Sprecherfolges. Ich schreibe deshalb "Anbahnung", weil nicht dort, sondern von Euch (!) die meiste "Reha-Arbeit" erbracht werden muss. Ihr seht Euer Kind am häufigsten, bekommt durch den engen persönlichen Kontakt auch kleinste Veränderungen mit und könnt Eure Tochter optimal fördern unter Mithilfe und guter Unterstützung durch die Fachleute der Rehabilitation (neben der Anpassung sind auch Hörtrainings, Sprachtests, Sprechtrainings, etc. nötig, was zwingend Fachleute verschiedener "Disziplinen" erfordert). Wenn Ihr Euch zusammen mit Eurer Tochter für eine Implantation entscheidet, kommt einiges an "Arbeit" auf Euch alle zu, darüber müsst Ihr Euch im klaren sein. - LBG ist dann sicher die einfachere Lösung, die aber - auch weil so wenige "normalhörende" Menschen diese unterstützende Gestik beherrschen - langfristig eine Abkopplung von der "Welt der Hörenden" bedeuten kann.

Du schreibst, Sie habe "in Ihrer Klasse nur CI und Hörgeräteträger. Trotzdem oder gerade darum diese Angst." - Das kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Was meinst Du bzw. vor allem Eure Tochter damit?

Lieben Gruß,
Enno
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Enno« (15. November 2015, 11:37)


5

Montag, 16. November 2015, 12:50

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bibi290573« (16. November 2015, 13:01) aus folgendem Grund: Aus versehen doppelt erstellt


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