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Samstag, 24. September 2011, 14:41

Zu große Ohrstöpsel?!

Um meine Tochter geht es in dem folgenden Bericht:
Der Hörverlust bei unserer Tochter wurde auf dem linken Ohr schon am 18.06.2011 festgestellt mittels einem TEOAE-Test in der Uniklinik Lübeck. Daher ging ich am 23.06.2011 auf Empfehlung der Mitarbeiterin der Uniklinik Lübeck zu einem HNO-Arzt, der-wie ich vermute- einen BERA-Test an ihr durchführte, der genau das gleiche Ergebnis der Uniklinik reproduzierte, also rechtes Ohr in Ordnung, linkes Ohr schlecht. Einen Monat später, also eben am 25.07. wurde das Gleiche festgestellt, wo aber jetzt nur am linken Ohr gemessen wurde, mit genau dem gleichen Hörverlust wie vor einem Monat. Sowohl die Uniklinik als auch der HNO-Arzt teilten mir mit, dass es am Fruchtwasser läge.
Um uns eine zweite ärztliche Meinung einzuholen, ging ich am 01.08.2011 mit meiner Tochter zu einem zweiten HNO-Arzt und dort wurde aber von einer Auszubildenden für Arzthelferin (?) ein TEOAE-Test durchgeführt, was aber mit großen Schwierigkeiten einherging, da meine Tochter, als die Auszubildende versuchte, ihr die Ohrstöpsel in das Ohr zu stecken, aufwachte und natürlich gleich losschrie. Ich versuchte sie zu beruhigen, was aber nicht funktionierte. Schließlich verschwand die erste Auszubildende und dann tauchte plötzlich eine zweite Auszubildende auf, mit genau dem gleichen Ergebnis, dass der Test undurchführbar war. Am Schluss kam die erste Azubi wieder und ich sagte ihr, ich gehe mit meiner Tochter im Tragetuch spazieren, sie schläft dabei wieder ein. Gesagt, getan. Ich ging eine halbe Stunde mit ihr spazieren, und in der einen halben Stunde war sie tatsächlich wieder eingeschlafen. Ich wunderte mich, dass die Uniklinik Lübeck das damals bei meiner Tochter so gut hingekriegt hatte, und bei diesem HNO-Arzt der Test nur unter solchen Schwierigkeiten durchführbar war. Dann konnte der Test mit der ersten Azubi durchgeführt werden, aber sie verschwand wieder und plötzlich tauchte doch wieder die zweite Azubi auf und wiederholte den Test. Nach ihrer Meinung sei der Test ganz schlecht gewesen, meine Tochter würde rechts nur 40 % hören und links 7 %. Ich bohrte nach:" Lag es an den Testbedingungen, oder lag es an ihrem Gehör?" Sie erwiderte immer wieder: "Der Test war ganz schlecht, sie müssen noch mal wiederkommen, Ihre Tochter ist noch so klein, es kann am Fruchtwasser liegen." (Sinngemäß, ist nicht exakt der Wortlaut.)
Mit diesem Ergebnis wollte ich nach Hause gehen und ging an die Theke, um mir einen neuen Termin geben zu lassen. Die Arzthelferin, die aber schon älter war, und anscheinend keine Azubi war, beobachtete meine Tochter und fragte: "Schläft das Baby?" Ich bejahte. Daraufhin stand sie plötzlich auf und führte mich doch wieder in den Testraum und wollte den Test ein drittes Mal wiederholen. Zuletzt sagte sie: "Die Ohrstöpsel sind zu groß." Und dann fragte ich nach einem BERA-Test. Sie antwortete: "Mit so kleinen Babys machen wir keine BERA-Tests." Dabei schaute sie auf das Geburtsdatum meiner Tochter.
Bevor ich dann aber endgültig die Praxis verließ, ließ ich mir noch eine Überweisung für die Pädaudiologie der Uniklinik geben. Wir sind dann am 17. August in die Pädaudiologie der Uniklinik Lübeck gewesen. Dort wurden mit vier Verfahren das Hörvermögen meiner Tochter untersucht: mit einer Klick-BERA, einer frequenzdifferenzierten BERA, einem Reaktionstest auf verschiedene Tierstimmen und mit Messungen mit Sonden in den Gehörgängen. Ferner wurde eine Tympanometrie für das Trommelfell durchgeführt. Es stellte sich heraus, das meine Tochter keinen Paukenerguß hat und das Trommelfell einwandfrei schwingen kann. Die BERA-Tests ergaben, dass sie auf dem rechten Ohr gut hört, auf dem linken Ohr liegt die Hörschwelle bei 20-30 dB. Während der BERA-Messung war sie allerdings wach, daher musste der Untergrund entsprechend angepasst werden, und die Audiometrin meinte, dass das Signal so gut war, dass wach sein konnte und sie durch den erhöhten Untergrund 20 Prozent abschneiden musste. Durch diese Dämpfung konnte man auch den Hörverlust auf dem linken Ohr nur grob abschätzen. Der Reaktionstest verlief positiv, reagíerte auf die Tierstimmen, auch der Sondentest-wenn ich das richtig verstanden habe-verlief gut.
Der Professor, dem wir dann am Schluss vorstellig wurden, meinte, dass das Ergebnis des Hörtests sehr gut wäre. Er meinte, dass der Hörverlust dadurch zu erklären sei, dass die Hörbahnen in diesem Alter noch ausreifen müssten und notfalls die eine Gehirnhälfte die andere unterstützen würde.Daher müsste man nicht von einem CI sprechen, höchstens ein Hörgerät, wenn überhaupt. Der Professor meinte: "Wir wollen ja auch nicht übertherapieren."
Er bat uns, dass wir noch einmal in Frühling in der Pädaudiologie noch einmal vorstellig sein sollten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kostoslolü« (24. September 2011, 14:41)


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