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Dienstag, 30. März 2010, 12:07

Hören mit Biss

Die meisten Hörgeräte werden an den Ohren befestigt. Nicht gerade unauffällig. Viele Hörgeschädigte schrecken deswegen vor der nötigen Anschaffung zurück. Eine neue Erfindung aus den USA könnte das Leben der Betroffenen erleichtern: Die Firma Sonitus Medical entwickelte ein Hörgerät, das sich unauffällig an den Zähnen anstecken lässt (Foto: Sonitus Medical). Gedacht ist die Apparatur für Menschen, die auf einem Ohr fast ertaubt sind. Die Technologie trägt den bezeichnenden Namen “Soundbite“.

Das Gerät besteht aus zwei Teilen: Die Basis wird im Mund an den Backenzähnen befestigt. Zusätzlich wird ein kleines, fast unsichtbares Mikrofon hinter dem geschädigten Ohr angebracht. Eine nach außen hin sichtbare Vorrichtung müssen Betroffene also weiterhin in Kauf nehmen.

Das Mikrofon am Ohr empfängt die Schallwellen und funkt sie an die Basis weiter. Diese wandelt die Signale in Schwingungen um. Sie sind für den Träger des Geräts nicht wahrnehmbar. Der Kieferknochen leitet die Informationen zu den Gehörschnecken weiter. Dieses Prinzip wird in der Fachsprache als “Knochenschallleitung“ bezeichnet. Das Prinzip kann jeder selbst nachvollziehen: Schlagen Sie eine Stimmgabel an und halten Sie diese nah an die Zähne.

Einseitig Hörgeschädigten fehlt die räumliche Wahrnehmung. Für diese werden beide Ohren benötigt: Anhand der zeitlichen Verzögerungen bestimmt das Gehirn die Richtung eines Geräusches. Der Straßenverkehr ist für die Betroffenen deshalb lebensgefährlich. Bei Hintergrundgeräuschen können Sie Gesprächen nur schwer folgen. Das Mikrofon am beschädigten Ohr ermöglicht wieder räumliches Hören. Dazu müssen allerdings beide Gehörschnecken noch intakt sein. Eine Gehörschnecke alleine kann die Informationen nicht zu einem sinnvollen räumlichen Klangbild zusammensetzen.

Wegen der geringen Größe lässt sich “Soundbite“ fast unmerklich am Zahn tragen. “Ein künstlich geformter Ankerplatz am Haltezahn ist in der Regel nicht nötig,“ erklärt Sonitus-Ingenieur Amir Abolfathi. Ein weiterer Vorteil: Mit einem einfachen Griff lässt sich das Gerät jederzeit von den Zähnen entfernen – wichtig beim Essen oder Zähneputzen. Das System befindet sich noch in der Testphase. Abolfathi rechnet in diesem Jahr mit einer Zulassung in den USA. Für Europa wäre ein zusätzliches Genehmigungsverfahren notwendig.

Die Idee der Knochenschallleitung ist nicht ganz neu. Bislang mussten sich die Betroffenen dabei aber entweder klobige Headsets aufsetzen oder aber einer Operation unterziehen. Bei dieser wird eine Schraube aus Platin oder Titan in den Schädel eingesetzt. Ein externes Hörgerät regt Implantat und Knochen zur Vibration an.

(Quelle: P.M. Magazin)

LG Torsten

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