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Montag, 7. November 2011, 23:52

Zusammenarbeit zwischen Frau Winkelkötter und den Kliniken - frequenzspezifische Anpassung

[nachträgliche Ergänzung zur Klarstellung: Ich rede nur von der Behandlung von Kleinkindern, die noch keine selbständige Rückmeldung darüber geben können, wie sie die Anpassung empfinden.]
Frau Winkelkötter achtet bei ihrer Arbeit unter anderem darauf, welche Laute ein hörgeschädigtes Kind bei seiner Sprachentwicklung nicht oder nicht klar verwendet. Sie ordnet diese Laute Frequenzbereichen zu und teilt der Person, die in der versorgenden Klinik die Anpassung vornimmt, ihre Feststellungen mit. Sie geht davon aus, dass entsprechende Defizite bei der Verwendung von Lauten auf entsprechende Defizite beim Hören hindeuten können. Sie hofft, damit die anpassende Person in die Lage zu versetzen, gegebenenfalls durch Änderungen der Einstellungen die frequenzspezifische Wahrnehmung zu verbessern, was dann der Sprachentwicklung nützen soll.
Sie befürwortet nicht ein ständiges kurzfristiges Verändern der Einstellungen, hält es aber wohl nicht für sinnvoll, eine zu lange Stagnation der sprachlichen Entwicklung hinzunehmen, ohne Änderungen bei den Einstellungen vorzunehmen.
Nach unseren Erfahrungen wird es in Düsseldorf so gehandhabt, dass frequenzspezifische Änderungen (unterschiedlich starke Verstärkung verschiedener Frequenzbereiche) an den Einstellungen nur mit sehr großer Zurückhaltung vorgenommen werden. Es wird empfohlen, insofern deutlich länger ohne Änderung abzuwarten. Es sei im Normalfall eine Sache des Lernprozesses des hörgeschädigten Kindes, die verschiedenen Laute wahrzunehmen, zu verarbeiten und wiederzugeben. Änderungen der frequenzspezifischen Einstellungen werden für den Regelfall als nicht sinnvoll bewertet.
Im Hinblick auf andere Einstellungsparamter wie die allgemeine Lautstärke/Stimulationsstärke werden durchaus kurzfristige Änderungen vorgenommen, basierend auf den Beobachtungen und Erfahrungen der Eltern und Frau Winkelkötter. Es wird darauf geachtet, dass diese Einstellung stimmt, die allgemeine Lautstärke/Stimulierung also nicht zu stark oder schwach ist.

Ich erlaube mir zu der Frage frequenzspezifischer Einstellungen mangels Fachkenntnissen keine Meinung, wollte Euch aber fragen, welche Erfahrungen Ihr mit anderen Kliniken gemacht habt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Berthold« (8. November 2011, 09:31)


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Dienstag, 8. November 2011, 08:39

Hallo Berthold,

wir haben erinnerlich an der HNO-Klinik in Würzburg mit der Habilitation im CICS mit Frau Dr. Kühn und den MED-EL-Ingenieuren auch regelmäßige Anpassungen der frequenzspezifischen Änderungen vorgenommen und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Insbesondere das Verändern der Hörschwellen der einzelnen Elektroden (und damit wohl auch der wahrnehmbaren Frequenzen) ist ganz häufig Thema gewesen. Jonte ist damals in Thüringen aufgewachsen und hat auch tendenziell entsprechend gesprochen (das fand ich sehr faszinierend); ich erinnere mich noch, dass sogar die Unterscheidung von "Kirsche" und "Kirche" (beides klingt im Thüringischen eher nach "Kürsche") einstellungsmäßig verbesserbar war und er es klar trennen konnte und kann.

Habe Ihr die "Maps" er einzelnen Anpassungen aus Düsseldorf? - Wie bei allen Kranken(haus)akten und -unterlagen habt Ihr einen Anspruch auf die Überlassung zumindest einer Kopie dieser Unterlagen. Dann könntet Ihr vielleicht mit Frau Winkelkötter und der Klinik/den Anpassenden gemeinsam die bisherigen Veränderungen einmal optisch ansehen und besprechen; wenn Ihr den Eindruck habt, dass hier Veränderungen stärker erfolgen sollten wird man Euch vor Ort sicher genau erläutern können, warum was und in welcher Form verändert wurde bzw. aus welchem Grunde nicht.

Viele Grüße
Enno
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