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Sonntag, 14. Oktober 2012, 19:19

Neues Schulrecht ! - Weniger Wahlrechte, dank "Vorschlägen" ... ?

Moin,

das schöne Wort "Inklusion" löst mehr und mehr den Begriff "Integration" für unsere Kinder ab. Ob es sich dabei dann letztlich (vielleicht) doch eher um eine "Verschlimmbesserung" handeln könnte sollten wir sehr genau prüfen.

Auf dem Bildungsserver des Schulministeriums findet Ihr eine umfangreiche Sammlung von für uns alle sehr wichtigen geplanten Änderungen im Schulrecht.

Im Anhang habe ich mal vier der dort hinterlegten Dateien hochgeladen. Mit dabei ist das viel zitierte "Klemm-Gutachten" (Auftrag war es, insbesondere auch die Einsparpotentiale (!) durch schulische Inklusion herauszuarbeiten, das sollte man beim Lesen immer mit bedenken).

Für uns am Wichtigsten ist aber der Referentenentwurf zum 9. Schulrechtsänderungs-Gesetz - hier lohnt meiner Ansicht nach sehr das Lesen der Begründungen, wer nur "vergleichen" will, für den ist eine Gegenüberstellungen "alt neben neu" dabei.

Die sicher auch nicht unwichtige Verordnung über die (Förder-)Schulgrößen ist ebenfalls dabei.

Zugegeben, es ist recht viel Text, den ich Euch da zumute, aber es geht schließlich um unsere Kinder ...

Ich bin auf Eure Kommentare zu dem Werk der Landesregierung sehr gespannt.

Viele Grüße
Enno
»Enno« hat folgende Dateien angehängt:
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Dienstag, 30. Oktober 2012, 10:57

Moin,

ich bin etwas erstaunt über das rege Interesse an dieser für alle unsere Kinder sehr wichtigen Änderung, ich bin in Teilen eher geneigt es "Verschlimmbesserung" zu nennen.

Wir sollten uns bewußt sein, dass unser Einfluß als Eltern von Betroffenen deutlich größer ist als der der Lehrerinnen und Lehrer, nicht nur des fehlenden Dienstweges wegen.

Insofern hoffe ich auf Eure Beiträge - die Stellungnahmefrist für Verbände, zu denen wir nicht gehören und an die wir daher auch nicht gebunden sind, läuft am 02.11.2012 ab.

Gruß
Enno
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Donnerstag, 1. November 2012, 11:51

Hallo Zusammen,

ich habe mir mal endlich die Zeit genommen und die Papiere "durchgearbeitet" und bin teilweise erstaunt oder besser gesagt "erschreckt" über die geplanten Änderungen. Hier mal ein paar Stellen die mir aufgefallen sind:

Seite 2 - "Der bisherige Abschnitt 2 wird Absatz 5 und wie folgt gefasst":
Auf Antrag der Eltern ... schlägt sie (die Schulaufsichtsbehörde) den Eltern ... mindestens eine allgemeine Schule vor ...


Seite 3 - "Der bisherige Absatz 3 wird Absatz 8 und wie folgt gefasst":
Das Ministerium bestimmt durch Rechtsverordngung ... geegnete Schulen ...

Seite 4 - ganz oben
(5) In besonderen Ausnahmefällen kann die Schulaufsichtsbehörde abweichend von der Wahl der Eltern die allgemeine Schule anstelle der Förderschule oder dir Förderschule anstelle der allgemeinen Schule als Förderort bestimmen ...

(6) ... Schwerpunktschulen ... umfasst die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache sowie Emotionale und soziale Entwicklung hinaus weitere Förderschwerpunkte, mindestens aber einen weiteren Förderschwerpunkt.

Seite 20 der Begründung - oben
Die Schulaufsichtsbehörder hat die Aufgabe, Eltern zu einer Entscheidung für die allgemeine Schule als Förderort zu ermuntern ...

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Wenn ich dies richtig verstehe, dann schlägt uns zukünftig die Behörde eine Schule vor und wir haben nicht mehr die freie Schulwahl für unsere Kinder.

Gerade wenn man diesen Aspekt darunter sieht, dass es für unsere Kinder enorm wichtig ist, sozial integriert zu sein, so kann einem nur Schaudern! Wie wird es sein, wenn z.B. unsere Tochter mit ihrer besten Schulfreundin zusammen eine Schule besuchen möchte, doch die Schulbehörde Schule X "bestimmt" und die Freundin (und unsere Tochter auch) eigentlich zur Schule Y wollten?


Wenn man das so alles liest, bekommt einen ein sehr ungutes Gefühl in welche Richtung sich das alles entwickelt!

Der Entwurf darf in meinen Augen so nicht zum Gesetz werden, denn ich sehe darin nur große Nachteile für uns bzw. unsere Kinder!


Ich denke, wir sollten hier als HOER-TREFF (einem Eltern-Netzwerk mit ca. 100 registrierten Familien) unbedingt tätig werden!

Ich werde mich mit Enno kurzschließen und dann evtl. ein Schreiben für den Landtag NRW vorbereiten und versuchen uns so Gehör zu verschaffen.

Doch bevor wir dies alles Schultern, stellt sich mir noch die Frage an Euch ALLE (!), ob Ihr das genauso seht und wir aktiv werden sollen? Habt Ihr evtl. noch andere Stellen in den Entwürfen gefunden, die wir unbedingt beachten sollten?

Ich hoffe auf einige Antworten von Euch, denn es ist für uns alle äußerst wichtig! Ich freue mich auf Eure Antworten!

LG Torsten

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Ralf

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4

Montag, 5. November 2012, 08:50

Moin!

Jr. ist ja gerade mal 14 Monde jung, da kommt dieses Thema ein wenig fix auf den Bildschirm :rolleyes: .

Nach dem Querlesen stellt es sich für mich so dar, dass die Schulwahl etc. künftig mehr (?) durch die Behörden vorgegeben (oder gegängelt?) werden können. Insbesondere möglicherweise fehlende

Zitat

...personelle oder sächliche...
Resourcen kann man da schon als Freibrief für Behörde/Schulträger empfinden.

Viele Grüße, Ralf
Jr.'s Lauschis: MED-EL Opus2 XS in grün, bilaterale Versorgung.

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Samstag, 22. Dezember 2012, 13:37

Inklusiver Unterricht in NRW beginnt später

Wegen heftiger Proteste von Eltern und Lehrern sowie dem Streit um die Kosten für nötige Umbauten soll sich das gemeinsame Lernen um ein Jahr verspäten und erst ab dem Schuljahr 2014/2015 beginnen.
http://www1.wdr.de/themen/politik/sp_ink…klusion234.html
Aus dem Artikel geht ferner hervor, dass die finanzielle Situation völlig ungeklärt ist. Keiner möchte das Geld für die nötigen Umbauten bereitstellen. Das lässt nichts Gutes erwarten.

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