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Mittwoch, 26. Januar 2011, 23:31

Unsere Erfahrungen mit der Universitätsklinik Düsseldorf

Kurzfassung:
Wir sind bislang insgesamt sehr zufrieden mit der Universitätsklinik Düsseldorf und ihrem Hörzentrum hinsichtlich der beidseitigen Versorgung unserer Tochter mit Cochleaimplantaten. Dies gilt sowohl für die vorbereitende und begleitende Beratung und Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hörzentrums als auch für die ärztlichen Leistungen und die Pflege vor und nach der Operation. Die Inbetriebnahme und Erstanpassung der Implantate steht uns aber noch bevor.

Langfassung:
Im August 2010 nahmen wir Kontakt mit dem Hörzentrum der Universitätsklinik Düsseldorf auf, da wir die Versorgung unserer Tochter mit Cochleaimplantaten in die Wege leiten wollten. Die Mitarbeiterinnen des Hörzentrums waren sehr freundlich, konnten uns gut Auskunft auf unsere Fragen geben und nahmen sich viel Zeit. Wir führten Gespräche mit ärztlichen und nichtärztlichen Mitarbeiterinnen der Klinik und vereinbarten einen Termin für die Voruntersuchung für den Oktober 2010. Sämtliche Voruntersuchungen fanden dann an einem einzigen Tag unter Vollnarkose statt. Die Voruntersuchung war verbunden mit einer kurzen stationären Unterbringung für eine Übernachtung. Die Aufnahme in der Kinderklinik dauerte befremdlicherweise viele Stunden. Davon abgesehen verlief bei der Voruntersuchung alles sehr zu unserer Zufriedenheit. Die ärztliche und pflegerische Betreuung war sehr gut.
Einen Operationstermin hätten wir möglicherweise schon im Dezember haben können, wenn wir uns gleich dazu hätten entscheiden können. Leider kam etwas Unaufschiebbares dazwischen, so dass wir nicht gleich einen Termin festlegen konnten. Wir vereinbarten aber, dass die Operation so schnell wie möglich stattfinden sollte. Uns wurden wohl auch potentielle Termine freigehalten.
Im Allgemeinen war der Kontakt zum Hörzentrum (mit Frau van Treeck) gut. Wir konnten sie telefonisch oder per E-Mail erreichen und erhielten Antworten. Schwierigkeiten gab es bei der Vereinbarung eines Gesprächs über die Implantatsysteme der verschiedenen Anbieter. Der Termin wurde uns erst sehr spät mitgeteilt, wir hatten den Eindruck, dass dem Hörzentrum insofern eine Panne unterlaufen ist.
Das besagte Gespräch fand dann Mitte Dezember statt. Der entsprechende Mitarbeiter des Hörzentrums nahm sich Zeit und konnte die meisten meiner (teils sehr speziellen) Fragen beantworten. Er teilte mir mit, dass es viel weniger auf die technischen Merkmale der verschiedenen Implantatsysteme ankomme als auf das Nervensystem und die Fähigkeiten des Patienten bzw. der Patientin. Wir hatten uns bereits zuvor nahezu fest für das Implantat Concerto von Med-El entschieden und erfuhren jedenfalls nichts, was dagegen gesprochen hätte.
Bei dieser Gelegenheit vereinbarte ich auch einen Termin für die Operation, nämlich für den 11.01.2011. Man war seitens des Hörzentrums hinsichtlich des Termins flexibel und bereit, auf mich einzugehen.
Einen Tag vor der Operation erfolgte die Aufnahme auf der Station HNA3. Valerie ist privat versichert und wurde mit mir zusammen in einem Zweibettzimmer untergebracht. Die Ärztinnen und Ärzte nahmen sich Zeit für die Aufklärungsgespräche. Die Operation war für den nächsten Tag um 8.00 Uhr angesetzt.
Valerie durfte ab 2.00 Uhr nachts nur noch Wasser trinken und ab 4.00 Uhr nichts mehr. Am Tag der Operation erhielt unsere Tochter morgens einen Beruhigungssaft. Sie hatte ohnehin kaum geschlafen und war dann in der Zeit bis zur Einleitung der Narkose matt, aber interessiert an den Vorgängen. Ich begleitete sie gegen 8.00 Uhr bis in den Aufwachraum. Nach kurzer Zeit wurde sie dann in den Operationssaal gebracht. Valerie war erfreulich ruhig. Das medizinische Personal war freundlich und nahm sich Zeit für uns.
Einen Venenkatheder erhielt Valerie erst anschließend. Die Operation an beiden Ohren dauerte einschließlich der Ein- und Ausleitung der Narkose sowie der Umlagerung ca. 6 Stunden. Anschließend wurde Valerie in den Aufwachraum gebracht. Ich wurde auf der Station informiert und konnte dann mit Andrea in den Aufwachraum kommen. Wir warteten ca. 2 bis 3 Stunden, bis Valerie fit genug war, um auf die Station gebracht zu werden.
In den folgenden Tagen erhielt Valerie ein Antibiotikum über den Venenkatheder. Nachdem dieser sich nach mehreren Tagen gelöst hatte, erhielt sie es oral durch eine Spritze in den Mund, was recht problematisch war, sich aber machen ließ. Gleichermaßen wurde mit den Schmerzmitteln verfahren. Diese bekam sie am Anfang häufiger und später bei Bedarf, wenn ich mich meldete. Zum Glück hatte Valerie insgesamt sehr wenig Schmerzen und schon nach wenigen Tagen wohl gar keine mehr. Sie erholte sich sehr schnell von der Operation, etwa ab Mittag des Tages nach der Operation ging es ihr schon wieder deutlich besser.
Während des ganzen Krankenhausaufenthaltes trug Valerie einen turbanartigen Kopfverband, der ihr häufig auf die Nerven ging.
Die ganze Zeit über war die Betreuung durch die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal sehr gut. Alle waren freundlich und engagiert. Es fand ferner ein ausführliches Gespräch im Hörzentrum statt, bei dem unter anderem Termine für die Anpassung der Implantate vereinbart wurden.
Die Unterbringung und das Mittagessen waren eher bescheiden, aber das war uns nicht wichtig. Frühstück und Abendessen waren dagegen gut.
Am Sonntag, dem 16.01.2011, wurde Valerie entlassen. An diesem Tag wurde auch ihr Kopfverband entfernt. Wir erhielten ein Antibiotikum in Form eines Saftes mit, das Valerie bis zum nächsten Freitag morgens und abends oral einnehmen musste.
Am Dienstag sollten wir die Wunden von einem Kinderarzt oder HNO-Arzt untersuchen lassen, um den Heilungsprozess zu kontrollieren, was wir auch taten. Eine Wunde war an der Naht noch nicht ganz sauber verheilt, so dass unser Kinderarzt uns mitteilte, dass wir Valerie erst am nächsten Sonntag wieder baden sollten.
Die Erstanpassung wird vier Wochen nach der Operation erfolgen. Bis dahin sollen alle Wunden abheilen. So lange müssen Valerie und wir damit leben, dass sie gar nichts hören kann. Das scheint sie aber bislang gar nicht zu stören und wir haben uns auch damit arrangiert. Die Kommunikation funktioniert auch so hinreichend gut.

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 10:03

Hallo Berthold,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht, der sicher auch anderen hilfreiche Hinweise für die eigenen Überlegungen "wo gehe ich eigentlich hin" gibt.

Euch dreien - insbesondere natürlich Valerie - alles Gute.

Lieben Gruß
Enno
Netzwerk für Eltern & Freunde
hörgeschädigter & gehörloser Kinder

Telefon: 02065/8296675
E-Mail: mail@hoer-treff.de
Internet: www.hoer-treff.de

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 13:14

Von uns auch alles nur erdenklich Gute für Euch und Valerie.

Unsere Kinder sind kleine Helden! :thumbsup:
Fernanda
Amalia 01/2007 an Taubheit grenzende Schallempfindungsschwerhörigkeit

melli

Fortgeschrittener

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Wohnort: Tönisvorst

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4

Donnerstag, 27. Januar 2011, 13:18

Wir wünschen euch auch für die Zukunft weiterhin alles Gute.

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