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Donnerstag, 6. April 2017, 08:27

Schwierigkeiten mit Schule

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und bin im Moment ziemlich ratlos.
Unser Sohn ist 11 Jahre udnd besucht die 5. Klasse Gymnasium. Vor zwei Jahren wurde bei ihm erst eine hochgradige Schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr festgestellt, obwohl wir immer beim Ohrenarzt waren, da er schon ein Paukenröhrchen bekam und wir immer schon den Verdacht hatten, dass er schlecht hört.
Dazu kam, dass ein halbes Jahr vorher eine ausgeprägte Fehlsichtigkeit des linken Auges festgestellt wurde, obwohl hier auch Sehtests immer durchgeführt wurden.

Die Grundschule war kein Problem und er schaffte auch selbständig den Übertritt ins Gymnasium mit einem Notendurchschnitt von 2,0. Korbinian lernte immer eigenständig. Die üblichen Startschwierigkeiten beim Übergang in eine weiterführende Schule, wollte Korbinian wieder eigenständig lernen, was wir akzeptierten und ihn ließen. Nachdem nun aber in den letzten Wochen ein fünfer, vierer und sechser nach dem anderen eintrudeln, wurden wir hellhörig und fragten ihn, was los sei.
Dabei gestand er unter Tränen, dass es ihm zuviel wird und er überhaupt nichts mehr versteht. Die Lehrer bekamen im Dezember eine Fortbildung vom MSD, um auf die speziellen Bedürfnisse von Korbinian eingehen zu können und das Defizit besser verstehen zu können. Natürlich fehlte der Klassenleiter und die Deutschlehrerin, mit denen es jetzt Probleme gibt. Nun fanden wir heraus, dass die FM-Anlage seit Wochen nicht mehr benutzt wurde und auch kein Nachteilsausgleich in den Proben gewährt wurde, da "Korbinian es nicht einforderte" und es auch nicht bekannt ist, wie damit zu verfahren ist, obwohl seit Januar eine Stellungnahme vom Kultusministerium mit genauen Vorgaben an der Schule ist.
Bin ziemlich verzweifelt, da jetzt der Lehrer alles auf Korbinian schiebt, dass er unkonzentriert sei und mehr mit der Profilierung gegenüber seiner Mitschüler beschäftigt sei und die Pausen voll ausnutze. Weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Vielleicht hat jemand ähnliche ERfahrungen und kann mich beraten?

Schöne Grüße
Tina

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Freitag, 21. April 2017, 13:34

Moin Tina,

erst einmal herzlich Willkommen!

Euer Sohn muß überhaupt nichts "einfordern", sondern ihm muss ein Nachteilsausgleich ungefragt gewährt werden, da es sich um ein unmittelbar geltendes Grundrecht handelt! Ob und inwieweit einzelne Bundeländer das auch im Schulrecht verankern ist dabei vollkommen unerheblich. - Soweit die rechtliche Seite ... - das könnte man noch weiterführen mit "Lehrer die gegen Ihren Amtseid auf das Grundgesetz verstoßen", etc. ...

Dass Euer Sohn "Hörpausen" braucht ist übrigens mehr als normal - der Lehrer soll sich einfach mal einseitig ein Oropax ins Ohr stecken und versuchen eine Schulstunde lang nur mit einem Ohr zu hören, um ein Gefühl für eine Hörschädigung zu bekommen (wenn er es länger als 20 Minuten aushält wäre das schon bemerkenswert).

Faktisch ist es meist ein recht heikles Thema und auch häufig von Unverständnis geprägt "wieso darf der das", "das ist unfair" ... solchen und ähnlichen Quatsch haben auch wir gehört. - Schau hier auf der Seite mal in den Downloads-Order, oder findest Du unter "allgemeine Downloads" eine Handreichung zum Nachteilsausgleich, die möchte ich Dir/Euch als Idee, was man machen könnte empfehlen.

Da Nachteilsausgelich immer individuell eingesetzt und durchgeführt werden muss (übrigens selbstverständlich nur, wenn "sonderpädagogischer Förderbedarf" festgestellt wurde, sonst "könnte ja jeder kommen" ;-) ) kommt sicher noch ein wenig (Überzeugungs-)Arbeit auf Euch zu.

Falls Ihr Fragen habt - gern.

Viele Grüße,
Enno
Netzwerk für Eltern & Freunde
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