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Dienstag, 25. März 2014, 23:29

Sturz auf das Cochleaimplantat

Unsere vierjährige Tochter ist vor ca. 2 Wochen im Kindergarten gestürzt und dabei unglücklich mit dem Kopf wohl auf den Boden aufgeschlagen, genau an der Stelle eines ihrer Cochleaimplantate. Das Ganze haben wir erst am Abend bemerkt, das Implantat funktionierte noch, was auch ein Test im Hörzentrum am nächsten Tag bestätigte, aber es hatte sich eine deutliche Schwellung über dem gesamten Implantat gebildet.
In der Folgezeit gab es auf Anraten der Klinik zahlreiche Kontrollbesuche in der Uniklinik und unsere Tochter erhielt immer wieder Kopfverbände, die Druck auf die Schwellung ausüben sollten, ständig rutschten und sich nachts auflösten. Ferner wurde ihr trotz fehlender äußerer Verletzung präventiv ein Antibiotikum verschrieben, was sie dann eine Woche lang einnahm.
Gebracht hat alles nichts. Bis jetzt hat sich die Schwellung nicht merklich verkleinert. Es soll wohl eine Blutansammlung in einem Hohlraum zwischen Implantat und oberer Haut entstanden sein. Nun rät ein Arzt zur Punktion, um das Blut abzusauen. Leider wären dafür aufgrund des geringen Alters unserer Tochter eine Vollnarkose und ein mehrtägiger stationärer Krankenhausaufenthalt nötig. Unsere Tochter macht sich jetzt auch schon Sorgen.
Wenn die Schwellung in Kürze nicht doch noch abnehmen sollte, womit aber wohl nicht ernsthaft zu rechnen ist, werden wir um den Eingriff wohl nicht herumkommen.

Hier hat sich leider eins der besonderen Risiken verwirklicht, die mit Cochleaimplantaten verbunden sind.

Gab es bei Euren Kindern auch schon Verletzungen im Bereich der Implantate oder gar Beschädigungen derselben durch Stürze o.a.?
Im Alltag kann man sich nicht ernsthaft davor schützen, aber hinsichtlich der Ausübung verschiedener Sportarten sollte man wohl überlegen, ob das Kind diese nicht ausüben sollte oder ob man nicht einen geeigneten Kopfschutz findet und nutzt. Es gibt diesbezüglich Warnungen und Empfehlungen der Cochleaimplantathersteller. Wie seht Ihr das und welche Vorsichtsmaßnahmen ergreift Ihr oder wollt Ihr ergreifen?

2

Mittwoch, 26. März 2014, 09:43

Moin Berthold,

das tut mir leid für Euch.

Jonte hat sein erstes rechtes Implantat mit einem unglücklichen Sturz auf ein Bettpfostenkante kaputt gekriegt. Er hat aber noch die "alten" Keramik-Implantate, die "Knicken" und "Stöße" weniger gut verkraften als die neuen Silikon-verpackten, die Valerie haben dürfte.

Unsere Erfahrung ist, dass alles was Euch Eure Tochter sagt (komische Geräusche, unangenehmes Gefühl, etc.) IMMMER richtig ist, selbst dann, wenn alle Experten Anderes sagen. NUR das, was Valerie berichtet ist richtig und immer zu beachten. Bei Jonte hat der Implantatausfall mehrere Wochen gedauert und ist trotz intensiver Messungen (z.T. 2x pro Woche) bis zuletzt technisch nicht feststellbar gewesen. Nur hat er immer wieder das CI mit schmerzhaftem Impuls vom Kopf gerissen. Wenn Ihr so etwas bei Valerie feststellen solltet, lasst den Prozessor vom Kopf! - Möglicherweise ist Jontes Hörnerv rechts durch das Weitertragen damals geschädigt worden. Wir wissen es zwar nicht genau, weil es nicht geklärt werden konnte, das aber ist ein denkbares und wahrscheinliches Szenario.

Euch alles Gute!

Lieben Gruß
Enno
Netzwerk für Eltern & Freunde
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3

Freitag, 28. März 2014, 08:36

Danke für die Antwort, Enno. Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass das Implantat nicht beschädigt worden ist. Das aktuelle Implantat mit Titangehäuse und Silikonhülle dürfte recht stabil sein und äußerlich sah man keine Verletzung der Haut und keinen Bluterguss. Sie ist wahrscheinlich flach auf den Boden aufgeschlagen.
Wie hält es Jonte denn mit Sport? Macht er bei bestimmten Sportarten nicht mit oder trägt einen Kopfschutz? Z.B. würde es sich wohl nicht anbieten, sich mit CI als Handballtorhüter zu betätigen.

4

Freitag, 28. März 2014, 08:50

Jonte segelt und macht normalen Schulsport. Er hat Badminton im Verein gespielt, geht aber aktuell zeitlich nicht mehr.

Für's Segeln habe ich ihm eine "homemade" wasserdichte Verpackung gebaut (nicht hübsch aber funktionional), die er auch schon einige Male testen musste - ist dicht, funktioniert aber nur mit den DaCapo-Akkus, da wasserdicht = luftdicht und damit ungeeignet für Zink-Luft-Batterien. Zwei drei Mal ist er mit Helm gesegelt, bis das mit dem "Kopf-Einziehen" geklappt hat - so ein Aluminium oder Holz-Baum am Kopf macht auch Beulen und die sind dann fast immer in Implantathöhe ...

Ballsportarten sind generell nicht optimal - hier müßt Ihr auch mit den Sportlehrern sprechen, wird gern "vergessen".

LG, Enno
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5

Freitag, 28. März 2014, 08:53

Hallo Berthold,

ich hoffe, dass die Schwellung bei Eurer Tochter wieder zurückgeht und alles in Ordnung ist. Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen.

Yasmin geht zweimal pro Woche zum Schwimm-Training und einmal pro Woche zum Volleyball. Ich denke Kampfsportarten (mit Körperkontakt) sollte man ausschließen. Yasmin's kleine Schwester macht z.B. TaekWonDo, dies würde Yasmin auch gerne mal ausprobieren, doch da haben wir bedenken. Eigentlich wird der Körperkontakt bei Tritten etc. vermieden, doch ist uns das zu riskant. Yasmin haben wir die Situation erklärt und sie sieht das auch ein.

Ich denke, man sollte sich die jeweilige Sportart einfach einmal genau beim Training ansehen und dann entscheiden.

LG Torsten

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